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Nachtrag zur CPD in Duesseldorf

Ist Düsseldorf immer noch die Modehauptstadt in Deutschland?


Gerade ist die Fashionshow in Paris und London vorbei, da kommt mir die CPD wieder in den Sinn.

Jedes Jahr gehe ich dann doch wieder hin, obwohl ich schon weiss, was mich erwartet. Aber nach der Fashionweek in Berlin und der Innatex in Wallau bin ich doch immer wieder neugierig, was sich in der Modestadt Düsseldorf im Bereich der Grünen Mode tut.

Unter den Einkäufern heisst es: Berlin inspiriert und in Düsseldorf kauft man.
Auf der CPD Seite selbst heisst es: "Eine Woche nach der Fashion Week in Berlin reist die Branche nach Düsseldorf, um hier konzentriert und konsequent ihre Order zu schreiben. Mit drei großen Messeveranstaltungen, zahlreichen kleineren Orderplattformen und vor allem mit mehr als 800 Showrooms ist der Modestandort bestens aufgestellt, um einen umfassenden Überblick über die neuen Kollektionen von mehr als 3.000 Anbietern zu präsentieren."

Gallery BoehlerAreal Duesseldorf

Neben dem Fashionhouse und der Supreme hat sich in diesem Jahr die Gallery und Redcarpet etwas weiter weg gewagt: In die beeindruckende Athmosphäre des Böhler Areals. Hier gibt es neben ausreichenden Parkplätzen und einer guten Straßenbahnanbindung riesige Industriehallen, in der das Standkonzept super zur Geltung kommt. Besonders in der Gallery lassen die breiten Laufwege mit den hohe Decken die Labels in gutem Licht stehen. Durch das Engagement von Renate Hunfeld ist auch ein kleiner Organicbereich entstanden. Alle namhaften Vertreter sind da, was aber fehlt, sind die kleinen Labels wie in Berlin.

Fashionyard Show BoehlerAreal Duesseldorf

Mit einem erweiterten Konzept zeigt sich auch die Plattform Fashion und ihre Schauen mit anschliessenden Popupständen.
Durch Fashion Lecture und Fashionyard bekommt auch das breite Publikum eine Chance, den Moderummel mitzuerleben. Schade, dass die Vorträge so schlecht besucht waren und auf der Fashionyard man den Eindruck hatte, das ernsthafte Publikum der Einkäufer fehlte.

Fashionyard BoehlerAreal Duesseldorf

Nichts desto trotz war es eine Reise wert und ich bin gespannt auf nächstes Mal.
Vielleicht wird dann der Informationsfluss im Internet auch besser sein, damit die Vorbereitung leichter fällt.

Slow Fashion

Wie kaufst du ein?

 

Du bist der online Schnäppchenjäger? Oder hetzt eher schnell durch die Geschäfte? Stehst schwitzend in der engen Umkleidekabine mit einer riesen Auswahl umd dann feststellen zu müssen: es passt nicht? Viele kaufen dann trotzdem, weil man das Teil einfach nur haben muß, weil es Trend ist. Manche Lables bringen bis zu 12 Kollektionen im Jahr raus. Möglich wird dieser schnelle Wechsel nur durch die Beschleunigung der Produktion. Das hat Auswirkungen auf die Ökonomie und geht zulasten der Ökologie. Hauptsache billig und viel? Fastfashion ist kein Kauferlebnis mehr, es ist Konsumstress.

 

In den letzten 10 Jahren hat sich der durchschnittliche Kleiderschrank von etwa 50 Teilen auf fast 200 Teile vergrößert. 60% davon ziehen wir nicht an. Das heißt 120 unnütze Kleidungsstücke wurden von meist unterbezahlten Näherinnen in Fernost, die mit ihrer harten Arbeit kaum ihre Familien ernähren können, für den westlichen Konsumwahn hergestellt.

Soome Modell Hannah trägt Mantel Greta und Hose Shiva, darunter das Shirt Hanni

Was können wir ändern?

 

Slow Fashion ist nicht nur ein Trend, es ist eine Haltung. Es ist die Rückkehr zu dem bewussten Umgang mit Mode. Designer, die sich bei ihren Entwürfen Zeit lassen für die Umsetzung, die Schnittführung und Ästhetik, gute Passform und Verarbeitung mit innovativen, nachhaltigen Fasern. Regionale Manufakturen die das Handwerk, ein Stück unserer Kultur, erhalten, bei denen Arbeitsbedingungen vor Ort im Auge behalten werden können. Käufer, die sich um weniger aber nachhaltigeren Konsum bemühen und die bereit sind, für menschenwürdige Arbeitsbedingungen, faire Löhne und ökologisch vertretbare Materialien auch entsprechend höhere Preise für Mode zu zahlen.

 

Ich möchte gerne ein Lieblingsstück kaufen und auch lange meine Freude daran haben. Ich möchte es mir gönnen in schöner Atmosphäre nett beraten zu werden, etwas Besonderes zu finden. Ich möchte Mode erleben und nicht jagen. Qualität statt Quantität. 

 

Soome möchte dem Phänomen Fastfashion entgegentreten. Entschleunigung tut gut.

 

Regionale Produktion bei Soome

Soul-Clothes

Kennt ihr soulfood? Essen, das die Seele glücklich macht, mit besonderen, in der Region angebauten und geernteten Produkten, mit Liebe zubereitet,

in Ruhe gegessen…. Wow, lecker! Genießen mit allen Sinnen.

 

Solche Kleider möchten wir machen. Wir möchten Kleider machen, die besonders sind, die sich gut anfühlen, am Körper und für die Seele. Wir möchten das Handwerk pflegen und erhalten, Material fühlen, das nicht von Chemikalien getränkt ist. Wir lieben es, an jemandem ein soome-Kleid zu sehen, der es liebt – das Leuchten in den Augen, wenn es passt – auch wenn es nicht die Modelmaße sind. Und jetzt haben diese Kleider auch endlich ein zu Hause. In einem der schönsten Gebäude unserer Stadt.

Palais Lanz Mannheim Oststadt

Ein Gebäude, bei dem wir schon als Kinder gedacht haben: „da möchte ich mal drin wohnen“.

Ein Haus aus einer Zeit, in der Kleider noch Wert hatten, in der High-Speed-Fashion noch weit entfernt war. Wir passen gut zusammen: soome und das Palais Lanz.

 

Kommt doch mal vorbei und stöbert.

Showroom Soome Mannheim

 

 

Showroom Soome Mannheim

 

Ein Blog ist ein Blog, ist ein Blog ist ein Blog ...

Es ist ja nichts Neues so ein Blog. Mittlerweile ist das Netz voll mit Bloggern, Autoren, Netzwerkern und allen die, was mehr oder weniger wichtiges zu sagen haben.

Warum haben wir uns also dafür entschieden auch einen Blog zu starten?

Häufig werden wir angesprochen, was das mit Soome so auf sich hat. Unsere Ambitionen, unsere Motiviation und unser Antrieb. Eigentlich dachten wir auch, wir hätten schon genug darüber gesprochen, erklärt und geschrieben. Aber anscheinend nicht oder nicht genug.

Noch dazu tut sich soviel auf dem Markt der Mode, des Handwerks, der Ernährung, der Gesellschaft und in unserem Umfeld. Viel mehr als in ein paar Hashtags bei Twitter, Posts bei Facebook oder Fotos bei Instagram passt. Somit also der Blog. Der Gleichzeitig unser Newstool und unsere persönliche Meinung darstellt.

Somit ist der Blog doch was Feines, was persönliches und das soll er auch bleiben. Wir versuchen Euch in regelmäßigen Abständen auf dem Laufenden zu halten, was bei Soome passiert und Themen die uns interessieren mit Euch zu teilen. Vielleicht ist auch für den Einen oder Anderen von Euch was spannendes dabei.

Wir freuen uns über Eure persönliche Meinung.